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Programm verstehen

Erasmus+ Jugend in Aktion

Der Jugendbereich von Erasmus+ unterstützt Begegnung, Lernen, Teilhabe und Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Hier finden junge Menschen, Fachkräfte und Organisationen eine verständliche Einordnung.

Einordnung

Ein Jugendprogramm für Lernen, Begegnung und Beteiligung

Erasmus+ Jugend in Aktion ist der auf Jugendarbeit ausgerichtete Teil des europäischen Förderprogramms Erasmus+. Im Mittelpunkt stehen nicht-formales und informelles Lernen, internationale Begegnung sowie die aktive Beteiligung junger Menschen.

Teilnehmende können persönliche und soziale Kompetenzen entwickeln, neue Perspektiven kennenlernen und sich mit Fragen des demokratischen Zusammenlebens auseinandersetzen. Fachkräfte erweitern ihre methodischen und professionellen Erfahrungen. Organisationen können Partnerschaften aufbauen, ihre Arbeit weiterentwickeln und voneinander lernen.

Das Programm ist damit kein einzelnes Projektformat, sondern ein Rahmen mit verschiedenen Zugängen. Welche Möglichkeit passt, hängt unter anderem von Zielgruppe, Lernzielen, Partnerschaft und Projektumfang ab.

Ziele von Erasmus+ Jugend in Aktion

Die einzelnen Aktionen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Übergreifend geht es insbesondere darum:

  • Kompetenzen und persönliches Lernen junger Menschen zu stärken;
  • Mitwirkung am demokratischen Leben und gesellschaftliche Beteiligung zu fördern;
  • Inklusion, Zugänglichkeit und den wertschätzenden Umgang mit Vielfalt mitzudenken;
  • jungen Menschen mit geringeren Chancen bessere Zugänge zu ermöglichen;
  • interkulturelles Lernen und gegenseitiges Verständnis zu unterstützen;
  • eine aktive europäische Bürgerschaft und grenzüberschreitende Solidarität zu fördern;
  • Qualität, Kreativität und Innovation in der Jugendarbeit weiterzuentwickeln;
  • die Anerkennung von Lernerfahrungen aus nicht-formalen und informellen Prozessen sichtbar zu machen.

Fördermöglichkeiten im Jugendbereich

Die Förderbereiche unterscheiden sich nach Ziel, Dauer, Beteiligten und Art der Zusammenarbeit. Eine erste Orientierung bieten die folgenden Leitaktionen.

Leitaktion 1: Mobilität und Beteiligung

Hierzu gehören unter anderem Jugendbegegnungen, Mobilitätsmaßnahmen für Fachkräfte der Jugendarbeit und Jugendpartizipationsprojekte. Im Vordergrund stehen gemeinsame Lernprozesse, Begegnung und die Beteiligung junger Menschen.

Leitaktion 1 im Überblick

Leitaktion 2: Kooperation und Partnerschaft

Kooperationspartnerschaften und kleinere Partnerschaften ermöglichen Organisationen, gemeinsam an Qualitätsentwicklung, Kapazitätsaufbau, Austausch und neuen Ansätzen in der Jugendarbeit zu arbeiten.

Leitaktion 2 im Überblick

Leitaktion 3: Beteiligung auf europäischer Ebene

Dieser Bereich umfasst zentral organisierte Vorhaben mit Bezug zur Jugendbeteiligung. Die jeweils geltenden Ausschreibungen, Zuständigkeiten und Bedingungen sollten vor einer Planung anhand aktueller offizieller Informationen geprüft werden.

Wer kann profitieren?

Das Angebot richtet sich je nach Aktion an unterschiedliche Gruppen:

  • Jugendliche und junge Erwachsene, häufig im Alter von 13 bis 30 Jahren;
  • Jugendorganisationen und Vereine;
  • Fachkräfte der Jugendarbeit;
  • Träger und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe;
  • öffentliche Stellen und kommunale Einrichtungen;
  • Organisationen aus Bildung, Jugend und angrenzenden Arbeitsfeldern.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Zugänglichkeit für Menschen mit geringeren Chancen. Dazu können passende Unterstützung, barrierearme Planung und eine frühzeitige Beteiligung an Entscheidungen beitragen.

Wer kann Anträge stellen?

Die Antragsberechtigung hängt von der jeweiligen Aktion ab. In Frage kommen beispielsweise Organisationen der Jugendhilfe, Vereine und Verbände, öffentliche Einrichtungen oder andere geeignete Akteure. In einzelnen Formaten können auch informelle Gruppen junger Menschen beteiligt sein.

Vor der Antragstellung sollten die aktuelle Programmbeschreibung, die Anforderungen an Partnerschaften und die Zuständigkeit der jeweiligen Stelle geprüft werden.

Jugendspezifische Querschnittsthemen

Inklusion und Diversität, Nachhaltigkeit, digitale Zusammenarbeit und demokratische Beteiligung können die Qualität eines Projekts prägen. Auch Instrumente zur Reflexion und Anerkennung von Lernerfahrungen sowie europäische Unterstützungsangebote sind für die Praxis relevant.

Aktivejugend ordnet diese Themen redaktionell ein. Verbindliche Hinweise zu Fristen und Förderbedingungen sind immer bei den zuständigen offiziellen Stellen zu prüfen.

Schnelle Orientierung

Was ist für die Planung wichtig?

01

Zielgruppe klären

Wer soll teilnehmen, lernen oder von der Zusammenarbeit profitieren?

02

Lernziele beschreiben

Welche Erfahrungen und Kompetenzen sollen durch die Aktivitäten entstehen?

03

Partnerschaft stärken

Rollen, Kommunikation und gemeinsame Verantwortung sollten früh besprochen werden.

04

Zugänge öffnen

Barrieren, Unterstützungsbedarfe und faire Mitwirkung gehören in die Planung.

05

Wirkung reflektieren

Auswertung macht sichtbar, was gelernt wurde und welche Veränderungen angestoßen wurden.

06

Vorgaben prüfen

Aktuelle Fristen, Formulare und Voraussetzungen sind vor dem Antrag verbindlich zu klären.

So wird aus einer Idee ein Projekt

Vier Schritte für eine klare Vorbereitung

Bedarf beschreiben

Ausgangspunkt, Zielgruppe und europäischer Mehrwert werden greifbar formuliert.

Format vergleichen

Die Projektidee wird mit Zielen, Dauer und Anforderungen der Aktionen abgeglichen.

Gemeinsam planen

Partner, Aktivitäten, Ressourcen und Beteiligungsmöglichkeiten werden abgestimmt.

Aktuell prüfen

Die endgültige Entscheidung stützt sich auf die geltenden offiziellen Vorgaben.

FAQ

Fragen zum Jugendbereich

Was bedeutet „Jugend in Aktion“?

Der Begriff bezeichnet den auf Jugendarbeit ausgerichteten Teil von Erasmus+. Er umfasst mehrere Förderaktionen für Begegnung, Mobilität, Beteiligung und Kooperation.

Welche Altersgruppe wird angesprochen?

Das hängt von der Aktion ab. Viele Formate richten sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 13 und 30 Jahren; für Fachkräfte gelten eigene Regelungen.

Müssen Projekte international sein?

Viele Aktionen setzen Partner oder Teilnehmende aus mehreren Ländern voraus. Die genaue Zusammensetzung richtet sich nach dem jeweiligen Format und den aktuellen Vorgaben.

Was ist nicht-formales Lernen?

Gemeint sind geplante Lernprozesse außerhalb klassischer Unterrichtssituationen, etwa Workshops, Gruppenaufgaben, Reflexionen oder praktische Aktivitäten.

Wie werden junge Menschen beteiligt?

Eine gute Beteiligung beginnt bei der Themenwahl und reicht bis zu Durchführung und Auswertung. Junge Menschen sollten echte Mitentscheidungsmöglichkeiten erhalten.

Wo finde ich passende Förderaktionen?

Eine erste Übersicht bietet der Förderbereich. Vor einer Antragstellung sind die aktuellen Programmunterlagen der zuständigen Stellen maßgeblich.

Weitere Fragen im Servicebereich

Noch unsicher?

Die passende Information gemeinsam finden.

Für Hinweise zur Navigation und zu den redaktionellen Inhalten ist Aktivejugend per E-Mail erreichbar.

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